Mariana Leky: Was man von hier aus sehen kann

Das Leben auf dem Land ist schon verrückt zuweilen. Man sieht immer die gleichen Leute, lebt ein ganzes Leben mit deren Schrulligkeiten. Meistens ändert sich nicht viel. Wenn aber ein Okapi auftaucht, kann so eine Dorfgemeinschaft völlig aus dem Häuschen geraten. Nicht alle Bewohner des kleinen Ortes im Westerwald wissen vielleicht, wie ein solches Tier... Weiterlesen →

Julia Franck: Die Mittagsfrau

Was bringt Alice Sehmisch dazu, am Ende des 2. Weltkrieges, auf der Flucht nach Pommern, ihren 7 Jahre alten Sohn Peter einfach auf einem Bahnhof auszusetzen und für immer zu verschwinden? Wie kann sie diese engste menschliche Bindung zwischen Mutter und Kind einfach aufgeben? Etwas muss ihre grausame Tat rechtfertigen. In einem Interview beschreibt Julia... Weiterlesen →

Paolo Cognetti: Acht Berge

Im Himalaja wird Pietro die Legende von den acht Bergen erzählt. Sie handelt von Sumeru, dem höchsten Gipfel im Zentrum der Welt, der von acht Bergen und Meeren umgeben ist. Nun kann man im Leben entweder alle acht Berge bereisen oder den einen, den höchsten erklimmen. Fraglich ist, wo man mehr lernt. Acht Berge ist... Weiterlesen →

T. C. Boyle: América

Es ist kaum vorstellbar, dass dieses Buch schon so viele Jahre auf dem Buckel hat. Es hat an Aktualität nichts eingebüßt - leider, muss man sagen. Nach dem Lesen ist es, als hätte T. C. Boyle mir vor Augen geführt, dass sich auch in 23 Jahren nicht viel verändert und dass wir, die im Wohlstand... Weiterlesen →

Julie Zeh: Leere Herzen

Wir befinden uns im Deutschland der nahen Zukunft. Die Digitalisierung ist fortgeschrittener, die Politik hat sich verändert. Angela Merkel hat abgedankt und ihre Nachfolgerin, Regula Freyer, ist mit der Besorgte-Bürger-Bewegung (BBB) an der Macht. Zwei Freundinnen, Britta und Janina, sitzen im Park am Sandkasten und schlürfen grünen Tee. Brittas Tochter durchläuft standardmäßig das Silicon-Valley-Programm der... Weiterlesen →

Maja Lunde: Die Geschichte der Bienen

Nach diesem Buch esse ich keinen Honig mehr. Aber nicht weil er mir plötzlich nicht mehr schmeckt oder weil es mich vor ihm ekelt, sondern aus dem Gedanken heraus, dass Honigessen einmal der Grund für eine Hungersnot sein könnte. Ist das unverständlich? Dann will ich es euch erklären. Besser noch: Wer dieses Buch liest wird... Weiterlesen →

Hannah Tinti: Tanz der Tiere

Das schöne an Erzählungen ist, dass sie sich aufs Wesentliche konzentrieren. Da sollte man sich beim Lesen gleich mit konzentrieren, denn alles kommt geballt auf einen zu. Dieser Erzählband enthält elf Geschichten, in denen Tiere den Menschen begleiten,  eine sinnbildliche Nebenrolle einnehmen, mal mehr mal weniger deutlich. Tinti, eine amerikanische Jung-Autorin, beschäftigt sich in ihrem... Weiterlesen →

Jostein Gaarder: Ein treuer Freund

Von Ein treuer Freund hatte ich im Radio gehört und nur schnell den Titel notiert. Wochen später wusste ich nicht mehr worum es geht, und ich habe beim Kauf nicht mal den Klappentext gelesen, blind auf meine Notiz vertrauend. Zum Glück! So habe ich den überraschenden Moment des Buches miterlebt und nicht schon vorher erfahren.... Weiterlesen →

Daniel Kehlmann: Tyll

Es sind ganz alte Zeiten, in die Daniel Kehlmann seine Leser entführt.  Das 17. Jahrhundert und der 30-jährige Krieg, das war meine Parallelwelt für elf Tage mit Tyll. Kehlmann schafft distanziert beeindruckende Bilder. Vor diesen steht man dann und staunt, strauchelt, grübelt. Ein grausames, kriegsverzehrtes Land auf der einen Seite, Ungewissheit und Zerstörung. Und auf der... Weiterlesen →

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