Chrissi W: Drehmoment

Wir pendeln uns zukannst du mich sehen?Wie weit warst du wegein Jahr oder ein Leben kannst du mich sehen?Wir kommen uns nahein Jahr oder ein LebenWir pendeln und schweben Wir kommen uns nahgeladen mit LichtWir pendeln und schwebenhervor aus einem anderen Jetzt geladen mit LichtSo weit warst du weghervor aus einem anderen Jetztpendeln Wir uns... Weiterlesen →

Dror Mishani: Drei

Ich überlege, wie ich dieses außergewöhnliche Buch rezensieren soll, ohne vorher zu viel zu verraten. So viel sei gesagt: Drei lässt sich nicht einfach in eine literarische Schublade stecken. Offiziell wird die Geschichte vom Diogenes Verlag als Roman betitelt und beschreibt die Geschichte von drei Frauen. (Ah. Titel gecheckt!) Ich persönlich halte die Story für... Weiterlesen →

Chrissi W: Liebe und Zeit

Die Zeit ist ein scheinheiliger Freund. Wenn sie vergeht, meint man, sie könne Geschehenes zur Ruhe bringen und es mit Staub bedecken. Sie will uns glauben machen, dass unter ihrer Patina nichts mehr wahr ist. In Wirklichkeit jedoch spielt Zeit für manche Dinge keine Rolle. Eine Liebe, die vor vielen Jahren aktiviert wurde - zart,... Weiterlesen →

Chrissi W: Deine Hand

Als ich geboren wurde, warst du nicht da. Die ersten sommerlichen Tage im Jahr 1978 ließen den Löwenzahn explodieren. Ihr hattet euch ein paar Tage Urlaub genommen und wart im gelben Moskwitsch Richtung Potsdam unterwegs um Freunde zu besuchen. An einem einsamen Bahnübergang hinter den Bergen des Thüringer Walds, blieb das russische Ungetüm plötzlich liegen.... Weiterlesen →

Chrissi W: Durch die Nacht

Lautlos glitten die Reifen über den hellgrauen Asphalt. Wie ein Pfeil zerschnitt der Jaguar die heiße Wüstenluft und die weite Landschaft zog im Flimmern der Hitze vorüber. Sie wollte schnell sein, auf und davon fliegen. Sie lächelte, atmete tief ein, und dann trat sie auf das Gaspedal. Die Beschleunigung presste ihren Körper in die Lehne... Weiterlesen →

Daniela Krien: Die Liebe im Ernstfall

Schon auf der Leipziger Buchmesse ist mir am Diogenes-Stand das Titelbild aufgefallen, auf dem eine Turmspringerin am Rande des Sprungbretts steht und über den Rand blickt. Ihre Körperhaltung verrät nicht, ob sie springen wird, sie wirkt noch verhalten. Die Wolken im Hintergrund verdeutlichen die Höhe. Es ist keine einfache Entscheidung. Als ich den Einband sah,... Weiterlesen →

Yuval Noah Harari: Eine kurze Geschichte der Menscheit

Kennen Sie das aktuelle Intro zur Sendung Terra X? Das, bei dem so klar sichtbar gemacht ist, wie sich die Welt im großen Zeitkreislauf immer wieder verändert? Wenn man sich von Yuval Noah Harari durch 100.000 Jahre Menschheitsgeschichte führen lässt, macht man eine ähnliche Zeitreise. Für mich war es unheimlich spannend, dem Gedanken nachzuhängen, warum... Weiterlesen →

Mariana Leky: Was man von hier aus sehen kann

Das Leben auf dem Land ist schon verrückt zuweilen. Man sieht immer die gleichen Leute, lebt ein ganzes Leben mit deren Schrulligkeiten. Meistens ändert sich nicht viel. Wenn aber ein Okapi auftaucht, kann so eine Dorfgemeinschaft völlig aus dem Häuschen geraten. Nicht alle Bewohner des kleinen Ortes im Westerwald wissen vielleicht, wie ein solches Tier... Weiterlesen →

Mila Berg: Kleines Einhorn Funkelstern

Meine vierjährige Tochter im Einhorn-Fieber, und dann begegnet uns dieses wunderschöne Buch! Es gibt ja viele Geschichten über Einhörner. Sie sind aber oft für ältere Kinder und dann meistens schon sehr ernst oder zu traurig. Doch das hier ist genau das richtige für jüngere Kinder. Finya ist ein Einhorn, das nicht so ist, wie seine... Weiterlesen →

Julia Franck: Die Mittagsfrau

Was bringt Alice Sehmisch dazu, am Ende des 2. Weltkrieges, auf der Flucht nach Pommern, ihren 7 Jahre alten Sohn Peter einfach auf einem Bahnhof auszusetzen und für immer zu verschwinden? Wie kann sie diese engste menschliche Bindung zwischen Mutter und Kind einfach aufgeben? Etwas muss ihre grausame Tat rechtfertigen. In einem Interview beschreibt Julia... Weiterlesen →

Paolo Cognetti: Acht Berge

Im Himalaja wird Pietro die Legende von den acht Bergen erzählt. Sie handelt von Sumeru, dem höchsten Gipfel im Zentrum der Welt, der von acht Bergen und Meeren umgeben ist. Nun kann man im Leben entweder alle acht Berge bereisen oder den einen, den höchsten erklimmen. Fraglich ist, wo man mehr lernt. Acht Berge ist... Weiterlesen →

T. C. Boyle: América

Es ist kaum vorstellbar, dass dieses Buch schon so viele Jahre auf dem Buckel hat. Es hat an Aktualität nichts eingebüßt - leider, muss man sagen. Nach dem Lesen ist es, als hätte T. C. Boyle mir vor Augen geführt, dass sich auch in 23 Jahren nicht viel verändert und dass wir, die im Wohlstand... Weiterlesen →

Julie Zeh: Leere Herzen

Wir befinden uns im Deutschland der nahen Zukunft. Die Digitalisierung ist fortgeschrittener, die Politik hat sich verändert. Angela Merkel hat abgedankt und ihre Nachfolgerin, Regula Freyer, ist mit der Besorgte-Bürger-Bewegung (BBB) an der Macht. Zwei Freundinnen, Britta und Janina, sitzen im Park am Sandkasten und schlürfen grünen Tee. Brittas Tochter durchläuft standardmäßig das Silicon-Valley-Programm der... Weiterlesen →

Maja Lunde: Die Geschichte der Bienen

Nach diesem Buch esse ich keinen Honig mehr. Aber nicht weil er mir plötzlich nicht mehr schmeckt oder weil es mich vor ihm ekelt, sondern aus dem Gedanken heraus, dass Honigessen einmal der Grund für eine Hungersnot sein könnte. Ist das unverständlich? Dann will ich es euch erklären. Besser noch: Wer dieses Buch liest wird... Weiterlesen →

Hannah Tinti: Tanz der Tiere

Das schöne an Erzählungen ist, dass sie sich aufs Wesentliche konzentrieren. Da sollte man sich beim Lesen gleich mit konzentrieren, denn alles kommt geballt auf einen zu. Dieser Erzählband enthält elf Geschichten, in denen Tiere den Menschen begleiten,  eine sinnbildliche Nebenrolle einnehmen, mal mehr mal weniger deutlich. Tinti, eine amerikanische Jung-Autorin, beschäftigt sich in ihrem... Weiterlesen →

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