Mila Berg: Kleines Einhorn Funkelstern

Meine vierjährige Tochter im Einhorn-Fieber, und dann begegnet uns dieses wunderschöne Buch! Es gibt ja viele Geschichten über Einhörner. Sie sind aber oft für ältere Kinder und dann meistens schon sehr ernst oder zu traurig. Doch das hier ist genau das richtige für jüngere Kinder. Finya ist ein Einhorn, das nicht so ist, wie seine... Weiterlesen →

Durch die Nacht

Lautlos glitten die Reifen über den hellgrauen Asphalt. Wie ein Raumschiff zerschnitt ihr Jaguar die heiße Wüstenluft und die weite Landschaft zog im Flimmern der Hitze an ihr vorüber. Sie wollte schnell sein, nur auf und davon fliegen. Sie lächelte, atmete tief ein, und dann trat sie ungehemmt auf das Gaspedal. Die Beschleunigung presste ihren... Weiterlesen →

Julia Franck: Die Mittagsfrau

Was bringt Alice Sehmisch dazu, am Ende des 2. Weltkrieges, auf der Flucht nach Pommern, ihren 7 Jahre alten Sohn Peter einfach auf einem Bahnhof auszusetzen und für immer zu verschwinden? Wie kann sie diese engste menschliche Bindung zwischen Mutter und Kind einfach aufgeben? Etwas muss ihre grausame Tat rechtfertigen. In einem Interview beschreibt Julia... Weiterlesen →

Bibliotherapie – Das weite Beugen aus dem Fenster

Unsere Leiden sind so vielfältig wie Therapien, die sie heilen sollen. Und jetzt auch noch Bibliotherapie? Sie verspricht Heilung durch das Lesen von Büchern, für jede Lebenskrise gibt es eine Buchliste. In England verordnen Therapeuten ihren Patienten bereits Bücher bei Angststörungen, Depressionen oder ähnlichen mentalen Erkrankungen. Und die Kasse zahlt. Zu den Heilungschancen jedoch gibt... Weiterlesen →

Paolo Cognetti: Acht Berge

Im Himalaja wird Pietro die Legende von den acht Bergen erzählt. Sie handelt von Sumeru, dem höchsten Gipfel im Zentrum der Welt, der von acht Bergen und Meeren umgeben ist. Nun kann man im Leben entweder alle acht Berge bereisen oder den einen, den höchsten erklimmen. Fraglich ist, wo man mehr lernt. Acht Berge ist... Weiterlesen →

T. C. Boyle: América

Es ist kaum vorstellbar, dass dieses Buch schon so viele Jahre auf dem Buckel hat. Es hat an Aktualität nichts eingebüßt - leider, muss man sagen. Nach dem Lesen ist es, als hätte T. C. Boyle mir vor Augen geführt, dass sich auch in 23 Jahren nicht viel verändert und dass wir, die im Wohlstand... Weiterlesen →

Julie Zeh: Leere Herzen

Wir befinden uns im Deutschland der nahen Zukunft. Die Digitalisierung ist fortgeschrittener, die Politik hat sich verändert. Angela Merkel hat abgedankt und ihre Nachfolgerin, Regula Freyer, ist mit der Besorgte-Bürger-Bewegung (BBB) an der Macht. Zwei Freundinnen, Britta und Janina, sitzen im Park am Sandkasten und schlürfen grünen Tee. Brittas Tochter durchläuft standardmäßig das Silicon-Valley-Programm der... Weiterlesen →

Maja Lunde: Die Geschichte der Bienen

Nach diesem Buch esse ich keinen Honig mehr. Aber nicht weil er mir plötzlich nicht mehr schmeckt oder weil es mich vor ihm ekelt, sondern aus dem Gedanken heraus, dass Honigessen einmal der Grund für eine Hungersnot sein könnte. Ist das unverständlich? Dann will ich es euch erklären. Besser noch: Wer dieses Buch liest wird... Weiterlesen →

Hannah Tinti: Tanz der Tiere

Das schöne an Erzählungen ist, dass sie sich aufs Wesentliche konzentrieren. Da sollte man sich beim Lesen gleich mit konzentrieren, denn alles kommt geballt auf einen zu. Dieser Erzählband enthält elf Geschichten, in denen Tiere den Menschen begleiten,  eine sinnbildliche Nebenrolle einnehmen, mal mehr mal weniger deutlich. Tinti, eine amerikanische Jung-Autorin, beschäftigt sich in ihrem... Weiterlesen →

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